Eine klare Sache

Die vollbiologische Klärung.

 

Haben Sie keinen Anschluss an die Kanalisation? Dann ist eine vollbiologische Kleinkläranlage genau das Richtige für Sie.

 

Vollbiologische Kleinkläranlagen reinigen Abwasser für Einwohnerzahlen von 4 bis 50 Einwohner. Damit sind sie bei Einzelhäusern, kleinen Siedlungen oder Gastwirtschaften einsetzbar – also überall da, wo ein Anschluss an das öffentliche Kanalnetz aus finanziellen oder technischen Gründen nicht möglich ist.

 

Gem. § 53 Landeswassergesetz (LWG) sind die Städte und Gemeinden verpflichtet, das auf Ihrem Gebiet anfallende Abwasser zu beseitigen. Die Abwasserbeseitigungspflicht gilt auch für die Bereiche, in denen das Abwasser nicht der städtischen Kanalisation zugeführt werden kann. In diesen Außenbereichen werden die Abwässer unmittelbar auf den Grundstücken in wasserdichten, abflusslosen Gruben gesammelt und regelmäßig abgefahren oder aber in vollbiologischen Kleinkläranlagen behandelt und in einer zugelassenen Nachbehandlung, z.B. Sickerstrang, Sickerschacht, Schönungsteich oder Vorflut eingeleitet.

 

Die Entsorgung des Fäkalschlamms aus abflusslosen Gruben und Kleinkläranlagen erfolgt über ein Entsorgungsunternehmen welches die Stadt beauftragt, hierfür ist meistens das Tiefbau- und Grünflächenamt zuständig. Grundstücke, die sich innerhalb von Wasserschutzzonen I, II, III A und III B befinden, unterliegen besonderen Bestimmungen.

 

Details zur Funktionsweise einer biologischen Kleinkläranlage als Video oder in Text und Bild.

 

Welcher Anlagentyp ist für Sie der richtige?

Hier einige Beispiele

Neulich im Fernsehen

WDR - Lokalzeit Duisburg

WDR Beitrag vom Januar 2011

Warum der Einbau einer biologischen Kleinkläranlage kein notwendiges Übel, sondern eine kluge Wahl ist.

 

Vorteile und Funktionsweise verständlich erklärt von Thomas Riemenschneider. Die Lokalzeit Duisburg vom WDR berichtete.

Die Funktionsweise einer vollbiologischen Kleinkläranlage

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Funktionsweise

Die Stadt Münster hat ein hervorragend gemachtes "Betriebsbuch Kleinläranlagen" heraus gegeben. Darin werden auch sehr verständlich die vielen Funktionsweisen von Kleinkläranlagen erläutert. Wir empfehlen die Lektüre und verlinken deshalb hier auf das PDF und die Internetseite der Stadt Münster. Alle Rechte bei der Stadt Münster.

Die Abwasserreinigung erfolgt meistens in 3 Schritten.

 

Zuerst erfolgt die mechanische Klärung vom Abwasser in der ersten Kammer der Kleinkläranlage (Vorklärung). In dieser Behandlungsstufe sollen Grobstoffe zurückgehalten werden. Dies bedeutet, dass sich die Grobstoffe wegen ihres Gewichtes einfach auf dem Boden absetzen. Hierdurch entsteht in der ersten Kammer der sogenannte Fäkalschlamm. Die leichteren Schwebstoffe gelangen je nach Verfahren in die nächsten Kammern der Kläranlage, beziehungsweise zur nächsten Reinigungsstufe.

 

Die zweite Stufe der Abwasserreinigung wird durch Bakterien erreicht, die das Abwasser in andere Bestandteile zersetzen. Die Bakterien ernähren und vermehren sich also sozusagen von den Inhaltsstoffen des Abwassers in Ihrer Kleinkläranlage. Damit die Bakterien ihre Arbeit leisten können, brauchen sie Sauerstoff. In der biologischen Abwasserbehandlung werden die organischen Inhaltsstoffe (Essensreste, Schmutzstoffe, Ausscheidungen aus dem menschl. Körper) abgebaut.

 

Die letzte Reinigungsstufe ist die Nachklärung. Belebtschlamm oder Biofilm aus der Kleinkläranlage sollten nicht in das Grundwasser gelangen. Aus diesem Grund wird in der Nachklärung die Biomasse gesammelt. Dies geschieht durch Absinken auf den Grund der Nachklärung. Die abgesetzte Biomasse wird bei den meisten Systemen wieder zurück in die erste Kammer (Vorklärung) gefördert. Das gereinigte Abwasser kann an der Oberfläche abfließen oder es wird abgepumpt.

 

Wohin mit dem Abwasser?

 

Welche Möglichkeiten es dafür gibt, haben wir für Sie einem PDF zusammen gefasst.

 

Einleitung in ein Gewässer

Wissenswertes

Wussten Sie, was lieber nicht in der biologischen Kleinkläranlage landen sollte?

Hier eine Liste

 

Wussten Sie, dass unsere Kleinkläranlagen gar nicht so oft gewartet werden müssen?

Hier die Intervalle

 

Wussten Sie, worauf Sie bei einer guten Wartung Anspruch haben?

Hier unsere Wartungsleistungen

 

Wussten Sie, dass Wartungen nur durch zertifizierte Firmen ausgeführt werden dürfen?

Hier mehr dazu

 

Wussten Sie, dass es verschiedene Reinigungsklasen für unterschiedliche Anlagen gibt?

Hier die sogenannten "Ablaufklassen"

 

Wussten Sie, dass wir bei Neuanlagen auch das komplizierte Genehmigungsverfahren und alle Formalitäten für Sie erledigen?

Hier mehr dazu

 

Wussten Sie, dass Dichtheitsprüfungen von Abwasseranlagen gesetzlich vorgeschrieben sind?

Hier mehr dazu

 

Zum Beispiel Anlagen aus Beton

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Beton

Betonbehälter in Ringbauweise

 

Ein Beton Klärbehälter in Ringbauweise wird aus einem Bodenstück, und einer unterschiedlichen Anzahl von Ringen und dem Konus zusammengesetzt. Die einzelnen Betonringe werden vermörtelt. Die Fugen werden anschließend mit einem speziellen Dichtungsmittel versiegelt.

 

Der Vorteil der Ringbauweise besteht darin, dass die Einzelteile beliebig aufeinander gesetzt werden können, um somit ein größeres Behältervolumen zu bekommen. Dies ist z.B. bei Mehrfamilenhäusern, Gaststätten oder Campingplätzen erforderlich. Immer dort wo mehr wie 4-8 Personen angeschlossen werden sollen. Ein Mobilbagger mit einem Kettengehänge hat hier bessere Möglichkeiten, die Ringe über unebenes Gelände zu der Einbaustelle, wo die Anlage gesetzt werden soll, zu transportieren.

 

Monolithische Betonbehälter

 

Monolithische Betonbehälter sind aus einem Stück gefertigt, beziehungsweise aus dem Behälter und dem Konus, der nur noch aufgesetzt werden muss.

 

Der Vorteil des monolithischen Behälters liegt in der Zeit- und daher Geldersparnis beim Versetzen, da auf das Vermörteln von einzelnen Ringen verzichtet werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Behältertypen ohne Probleme in Gebieten mit hohem Grundwasserstand versetzt werden können, da sie fugenlos und daher absolut wasserdicht sind.

 

Nachteil ist das hohe Gewicht des Behälters, so dass dieser nur von "schwerem Gerät", beispielsweise einem Autokran oder großen Baggern, versetzt werden kann. Des Weiteren sind monolithische Behälter etwas teurer als Behälter in Ringbauweise. Wegen Ihrer Vorteile sind sie dennoch mittlerweile bei Neuanlagen sehr verbreitet.

 

Oder zum Beispiel die Kunststoff-Variante

Zum Beispiel Anlagen aus Kunststoff

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Kunststoff

Ein hoher Grundwasserstand ist oft ein Ausscheidekriterium für einen Kunststoffbehälter. Es besteht die Gefahr, dass der entleerte Behälter sich durch das erhöhte Grundwasser versetzen kann.

 

Kunststoffbehälter für vollbiologische Kläranlagen sind jedoch absolut unkompliziert in der Handhabung. Durch ihr geringes Eigengewicht können sie auch an schwer zugänglichen Stellen auf dem Grundstück mit einem Minibagger oder von Handschachtung eingebaut werden. Auch der Transport des Behälters zur Baustelle kann mit einem PKW Anhänger erfolgen anstelle eines LKW.

 

Ein weiterer Vorteil von Kunststoffbehältern ist, dass das Material der Kunststoffbehälter garantiert wasserdicht ist und außerdem eine extrem lange Haltbarkeit besitzt.

 

Ein guter Kunststoffbehälter ist immer monolithisch

 

Oder zum Beispiel die Beton-Variante